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Analyse Veröffentlicht: Aktualisiert: 5 Min. Lesezeit Autor: Shadowly-Team

TikTok Engagement-Rate berechnen: Formel nach Aufrufen und gute Werte (2026)

TikTok Engagement-Rate berechnen: Formel nach Aufrufen und gute Werte (2026)

Kurze Antwort

Die TikTok-Engagement-Rate wird meist als (Likes + Kommentare + Shares) ÷ Aufrufe × 100 berechnet. Unter etwa 3 % der Aufrufe gilt als niedrig, 3–8 % als durchschnittlich und über 8 % als stark. Der Median der letzten 10 Videos statt eines einzelnen Clips verhindert, dass ein viraler Treffer das Ergebnis verzerrt.

Warum durch Aufrufe teilen statt durch Follower?

Auf Instagram sehen vor allem deine Follower, was du postest. Auf TikTok werden Videos im „Für dich“-Feed auch Menschen gezeigt, die dir nicht folgen. Das Video eines Kontos mit 2.000 Followern kann 200.000 Menschen erreichen, und das Video eines Kontos mit 200.000 Followern bei 5.000 Aufrufen hängen bleiben.

Damit ist die Followerzahl auf TikTok ein schwacher Maßstab. Die bessere Frage lautet: Wie viele derer, die zugesehen haben, haben geliked, kommentiert oder das Video weitergeschickt? Genau deshalb wird die Engagement-Rate durch die Aufrufe geteilt.

Engagement pro Aufruf: Formel und Beispiel

Engagement-Rate (%) = (Likes + Kommentare + Shares) ÷ Aufrufe × 100

Vergleichen wir zwei Videos:

Video AVideo B
Aufrufe40.000250.000
Likes3.2009.000
Kommentare90200
Shares150300
Rate8,6 %3,8 %

Video A: (3.200 + 90 + 150) ÷ 40.000 = 0,086, also 8,6 %. Video B: (9.000 + 200 + 300) ÷ 250.000 = 0,038, also 3,8 %.

Video B wurde öfter angesehen und bekam mehr Likes, doch ein kleinerer Anteil der Zuschauer hat reagiert. Das ist sehr häufig: Erreicht ein Video breitere Zielgruppen, rutscht die Rate etwas ab. Deshalb lohnt der Blick auf die Mitte mehrerer Videos statt auf eines.

Was das Verhältnis Aufrufe ÷ Follower verrät

Dieses Verhältnis zeigt, ob Videos über den eigenen Followerkreis hinaus wandern. Bekommt ein Konto mit 12.000 Followern typischerweise 6.000 Aufrufe, liegt das Verhältnis bei 0,5: Die Videos erreichen etwa die Hälfte der Follower. Ein Wert über 1 bedeutet, dass das typische Video von mehr Menschen gesehen wird, als dem Konto folgen.

Bei sehr großen Konten liegt das Verhältnis meist unter 1, weil nicht jeder von Hunderten Millionen Followern jedes Video sieht. Kleine und große Konten sollte man daher nicht am selben Maßstab messen.

Median-Aufrufe statt Durchschnitt

Virale Ausreißer sind auf TikTok häufig und ruinieren Durchschnitte schnell. Ein Konto, dessen letzte zehn Videos aus neun mit je 5.000 Aufrufen und einem mit 900.000 bestehen, hat einen Durchschnitt von rund 95.000, doch sein typisches Video bekommt 5.000.

Der Median nimmt das Video genau in der Mitte der sortierten Liste, ein einzelner viraler Clip kann ihn nicht verschieben. Wer eine Zusammenarbeit mit einem Creator erwägt, bekommt mit dem Median eine ehrlichere Antwort auf die Frage „Wie viele Aufrufe hat dieses Konto normalerweise?“. Die TikTok-Profilanalyse zeigt Median und Durchschnitt.

Was ist eine gute TikTok-Rate?

Einen offiziellen Standard gibt es nicht, aber diese Bereiche für das Engagement pro Aufruf sind ein vernünftiger Richtwert (sie sind auch die Schwellen in der TikTok-Analyse von Shadowly):

Engagement pro AufrufEinordnung
Unter 3 %Unterdurchschnittlich
3 % – 8 %Durchschnittlich
Über 8 %Stark

Ein paar Hinweise: Comedy und kurze Unterhaltungsclips erzielen tendenziell höhere Werte. Aufrufe zählen auch wiederholtes Ansehen mit, sind also leicht aufgebläht. Shares sind ein starkes Signal, denn ein oft geteiltes Video erreicht meist neue Zielgruppen.

Häufige Fehler bei der Berechnung

  • Durch Follower teilen. Weil TikTok Videos über die Follower hinaus streut, ist diese Rate oft nichtssagend.
  • Nach einem einzigen viralen Video urteilen. Ein Clip zeigt nicht die typische Leistung eines Kontos. Nimm den Median.
  • Neue Videos zu früh bewerten. Ein Video von vor wenigen Stunden hat sich noch nicht eingependelt, seine Rate ändert sich noch.
  • Shares ignorieren. Shares sind auf TikTok ein starkes Signal. Nur Likes und Kommentare zu zählen, wirft nützliche Information weg.
  • Gesponserte Videos nicht trennen. Bezahlte Promotion kann die organische Rate verzerren.

Wie viele Videos sollte man ansehen?

Die letzten 10 Videos genügen bei den meisten Konten. Weniger lässt ein einzelnes Video dominieren, mehr zieht Monate alte Clips hinein, die kaum noch etwas aussagen. Auch alte angeheftete Videos betrachtest du besser getrennt.

Achte außerdem auf die Art des Inhalts: Hat ein Konto zuletzt das Format gewechselt, sind ältere Videos womöglich nicht mehr repräsentativ.

Die Analyse selbst durchführen

Gib den Benutzernamen in die TikTok-Profilanalyse ein. Aus den neuesten Videos erhältst du Median-Aufrufe, Engagement pro Aufruf, das Verhältnis von Aufrufen zu Followern, die besten Videos und die meistgenutzten Hashtags. Ein Login ist nicht nötig, es werden nur öffentliche Daten verwendet.

Wenn du einzelne Videos ansehen und herunterladen möchtest, gibt es den TikTok-Profil-Viewer. Dieselbe Idee für Instagram erklärt unser Beitrag zur Instagram-Engagement-Rate.

Häufige Fragen

Wie berechnet man die TikTok-Engagement-Rate?
Addiere Likes, Kommentare und Shares eines Videos, teile durch die Aufrufe und multipliziere mit 100. Ein Video mit 40.000 Aufrufen, 3.200 Likes, 90 Kommentaren und 150 Shares kommt auf 8,6 %.
Was ist eine gute Engagement-Rate auf TikTok?
Gemessen an den Aufrufen gilt unter etwa 3 % als niedrig, 3–8 % als durchschnittlich und über 8 % als stark. Es sind grobe Richtwerte, die vom Inhaltstyp abhängen.
Warum nicht von den Followern aus rechnen?
TikTok zeigt Videos auch Menschen, die dir nicht folgen. Die Aufrufe spiegeln besser, wie viele Menschen ein Video wirklich erreicht hat, als die Followerzahl.
Was zeigt Aufrufe ÷ Follower?
Ob ein typisches Video über den eigenen Followerkreis des Kontos hinauskommt. Über 1 heißt, es erreicht mehr Menschen, als dem Konto folgen.
Kann ich ein fremdes TikTok-Konto analysieren?
Bei öffentlichen Konten ja. Die TikTok-Analyse von Shadowly liest die letzten Videos und braucht weder Login noch Passwort. Private Konten lassen sich nicht analysieren.

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